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Bequemes, gemütliches Schiff! Masuren und die Masurischen Seen sind eine Landschaft von unvergleichlichem Zauber: Sanfte Hügel mit wogenden Kornfeldern, grüne Wiesen, dichte Wälder und hunderte von großen und kleinen Seen. Zwischen dem Grün der Wiesen und Wälder leuchtet das Rot der Backsteine, mit denen der Deutsche Orden im Mittelalter seine Burgen und Kirchen erbaute. Einige Schlösser und Herrensitze der ehemaligen Junker-Dynastien haben die Zeiten überdauert wie auch alte Masurendörfer. Auf vielen Dächern sehen Sie Storchennester. Die Landstraßen zwischen den Dörfern sind oft herrliche Alleen, typisch für das Land Masuren. Aufgrund seiner Randlage im Nordosten von Polen und der EU gibt es in Masuren fast keine Industrie. Die Region lebt wie früher von der Landwirtschaft und heute auch vom Tourismus. Die Zeit scheint hier ein wenig stehengeblieben zu sein oder doch wenigstens langsamer zu laufen. So strahlt Masuren einen liebenswerten, beschaulichen Charme aus. Ein Urlaub in Masuren ist auch ein Urlaub für die Seele! Nach einem erlebnisreichen Tag auf dem Rad genießen Sie bei einem "Sundowner" an Bord den Sonnenuntergang, der die Seen Masurens in rot-goldenes Licht taucht, bevor sich über dem stillen Land ein wunderbarer Sternenhimmel wölbt. Frühstück und Abendessen nehmen Sie an Bord der MS CLASSIC LADY ein. Beim Abendessen lernen Sie Gerichte aus der traditionellen Küche von Ostpreußen kennen oder an Land wird ein zünftiges Barbecue zubereitet. Für das Mittagessen finden Sie während Ihrer Radfahrten genügend Möglichkeiten zur (preiswerten) Einkehr. Für die Radfahrten können Sie Ihr eigenes Rad mitbringen oder vor Ort ein gutes Rad mit 7-Gang-Schaltung, Rücktrittbremse und Packtasche leihen. Insgesamt sind Sie knapp 260 km mit dem Rad unterwegs, wobei die Tagesetappen bei jeweils etwa 40 km liegen. Die Landschaft ist meist etwas hügelig jedoch mit nur wenigen größeren Steigungen. Sie fahren meist auf ruhigen, asphaltierten Nebenstraßen sowie Feldwegen, die teils sandig sind. Radfahrer mit normaler Kondition haben erfahrungsgemäß keine Probleme. Ihr Schiff, die MS CLASSIC LADY, wurde 2003 in Dienst gestellt und eigens für die Fahrt auf den Masurischen Seen und schmalen Kanälen nach allen modernen Sicherheitsstandards gebaut. 44 m lang und 7 m breit verfügt die MS CLASSIC LADY über ein Panorama-Restaurant und ein Sonnendeck. Die 20 Außenkabinen (je 11 qm) für maximal 40 Passagiere haben Doppelbetten bzw. nebeneinander oder getrennt stehende Einzelbetten, Kleiderschrank, Dusche/WC, Heizung und Stromanschluss mit 220 Volt. Bettwäsche und Handtücher werden gestellt. Das Schiff hat ein Kühlsystem, das auf sanfte Weise die Raumtemperatur reduziert. Der Umgang auf dem Schiff ist ungezwungen und familiär. Die sechs Besatzungsmitglieder sprechen deutsch und polnisch; Bordwährung sind Euro oder Zloty. Bitte beachten Sie das Rauchverbot in den Kabinen und im Restaurant. Eine überdachte Raucherinsel befindet sich zwischen Restaurant und Ruderhaus. Vor oder nach der Rundreise können Sie weitere Entdeckungen auf eigene Faust unternehmen. Mit einem Mietwagen, den Sie schnell und einfach bei uns buchen, sind Sie für weitere Unternehmungen gut gerüstet. Mit Schiff und Rad wird unsere Rundreise durch das Naturparadies Masuren zu einem unvergeßlichen Erlebnis! Wegen der sehr beschränkten Platzkapazitäten ist eine möglichst frühzeitige Buchung dringend zu empfehlen!! 1. Tag: Warschau - PIASKI (MASUREN) Individuelle Anreise nach Warschau. (In der Leistungsbeschreibung unten finden Sie hierzu verschiedene Angebote.) Bustransfer nach Ostpreußen von Warschau nach Piaski in Masuren (ca. 4 Std.). Einschiffen auf Ihrem Schiff MS CLASSIC LADY, wo Sie Ihre Kabine für die nächsten sieben Übernachtungen beziehen. Wenn es nicht zu spät geworden ist, wird das Programm der nächsten Tage besprochen und die Fahrräder ausgegeben. Andernfalls wird das am nächsten Vormittag nachgeholt. 2. Tag: Niedersee - Johannisburg - Karwik - NIKOLAIKEN Radfahrt ca. 35 km Der kleine Ort Niedersee (Ruciane-Nida)mit etwas mehr als 4.600 Einwohnern liegt im Süden der Masurischen Seenplatte auf einem Landrücken zwischen dem Beldahnsee im Norden und dem Niedersee im Süden. Von hier aus geht Ihre heutige Fahrt mit dem Rad durch die herrlichen Wälder der Johannisburger Heide nach Osten nach Johannisburg (Pisz). Johannisburg wurde 1345 vom Deutschen Orden gegründet und hat heute etwas mehr als 19.000 Einwohner. Sehenswert ist die Stadtkirche St. Johannes, die größte Fachwerkkirche in Masuren. Ihre heutige Radfahrt geht dann weiter in nördlicher Richtung zum Jeglinner Kanal, der Johannisburg mit dem Spirdingsee verbindet. Etwa 8 km nördlich von Johannisburg erreichen Sie die Schleuse bei Karwik, wo Sie die MS CLASSIC LADY erwartet. Nachdem die Räder wieder an Bord verstaut worden sind, geht die Fahrt mit dem Schiff vom kleinen Sextersee hinaus auf den Spirdingsee, den größten See in Masuren und weiter über den kleinen Nikolaiker See nach Nikolaiken (ca. 2 Std.), wo Ihr Schiff für die Nacht festmacht. Nikolaiken (Mikolajki) ist ein hübsches Masurenstädtchen mit knapp 4.000 Einwohnern. Mit seinen Segelbooten und Schwänen ist es ein beliebter Urlaubsort. Nikolaiken hat eine schöne Uferpromenade am Nikolaiker See, wo sich die Sommerfrischler treffen. 3. Tag: Nikolaiken - Rhein - Wolfsschanze - WILKASSEN Radfahrt ca. 50 km Direkt nördlich hinter Nikolaiken beginnt der schmale See Talter Gewässer, der dann in den Rheinschen See übergeht. Ihr Schiff fährt über diese schönen Seen und bringt Sie nach Rhein (Ryn). Hier beginnt Ihre heutige Radfahrt durch das sanfte Hügelland. Ihr erstes Ziel ist eine alte Schäferei (Owczamia), die versteckt im Wald liegt. In den 11 Zimmern der alten Schäferei ist dank privater Initiative ein Heimatmuseum eingerichtet worden, das anschaulich über das Leben der einfachen Landbevölkerung am Anfang des 20. Jhs. informiert. Dann geht es mit dem Rad weiter nach Norden, teils durch wunderbare Eichenalleen, in den Rastenburger Stadtwald. Wem der Weg nicht zu weit ist, der kann vorher noch den Ort Rastenburg (Ketrzyn) besuchen (17 km). Die roten Ziegelsteine der alten Ordensburg und der mächtigen Wehrkirche St. Georg leuchten schon von weitem über den grünen Bäumen. Östlich von Rastenburg, verborgen im dichten Wald, liegen die Bunkerruinen der "Wolfsschanze", Führerhauptquartier zwischen 1940 und 1944. Graf Schenk von Stauffenberg hatte hier am 20. Juli 1944 das mißglückte Attentat auf Hitler unternommen. Auf dem Gelände sehen Sie die mehrere Meter dicken Bunkerwände. Geblieben sind nur die Schwärme von Mücken und Bremsen, die wie eh und jeh dem Fußgänger zusetzen. Nach den finsteren Massen gesprengten Betons erfreut sich das Auge noch mehr am wunderschönen Masuren: goldene Sonnenstrahlen auf den wogenden Getreidefeldern, zahllose Störche, die gravitätisch durch die Landschaft stolzieren und ein unvergeßliches Vogelgezwitscher. Durch die sanft rollende Landschaft Masuren fahren Sie mit dem Rad durch Felder und Wiesen, kleine Dörfchen mit mächtigen Storchennestern, vorbei an einsamen Bauernhöfen und an größeren und kleinen Seen entlang nach Wilkassen (Wilkasy) am Löwentinsee. Hier gehen Sie wieder an Bord der MS CLASSIC LADY. 4. Tag: Wilkassen - Lötzen - Goldapgarsee - Großgarten - WILKASSEN Radfahrt ca. 54 km Von Wilkassen geht Ihre heutige Radfahrt nördlich am Löwentinsee entlang nach Lötzen. Kurz vor der Stadt liegt die beeindruckende preußische Festung Boyen, die die Landenge bewacht. Das Städtchen Lötzen (Gizycko) mit knapp 30.000 Einwohnern liegt ungefähr in der geographischen Mitte der Masurischen Seenplatte auf einer Landenge zwischen Löwentinsee und Kissainsee. Beide Seen sind durch Kanäle miteinander verbunden: der Löwentinkanal verläuft im Süden außerhalb der Stadt; der Lötzener Kanal läuft im eleganten Bogen mitten durch die Stadt. Hier wird der Kanal von einer technisch außergewöhnlichen Drehbrücke überquert. Um die Boote auf dem Kanal passieren zu lassen, wird die 100 t schwere Brücke zu bestimmten Zeiten zur Seite gedreht, so daß sie über dem Ufer liegt. Als die Brücke 1889 erbaut wurde, geschah dies von Hand durch nur einen einzigen Brückenführer; heute ersetzt ein Elektromotor die Muskelkraft. Im Zentrum von Lötzen und etwas oberhalb vom Hafen erhebt sich die schöne evangelische Kirche, die nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel erbaut wurde, dem berühmten, langjährigen Chef- und Hofarchitekten von Preußen. Von der Kirche geht der Blick über den Hafen, in dem nicht nur Ausflugsschiffe liegen sondern auch viele Segelboote. Dank seiner zentralen Lage an zwei großen Seen ist Lötzen ein idealer Standort für Segler und andere Wassersportler. Hinter Lötzen halten Sie sich in nordöstlicher Richtung. Durch Wiesen und Felder und auch ein bißchen Wald geht Ihre Radfahrt nach Kruglanken am Goldapgarsee. Der Radweg folgt dem Seeufer nach Norden, biegt dann nach Westen ab und führt am Großgartensee vorbei nach Großgarten (Possessern). Von hier geht Ihre Radfahrt nun zurück nach Süden. Durch kleine Dörfchen und Wiesen und Felder, auf denen Störche nach Nahrung Ausschau halten, führt der Weg über die Drehbrücke in Lötzen zurück nach Wilkassen zur MS CLASSIC LADY. Nach soviel sportlicher Betätigung haben Sie sich einen entspannenden Drink auf dem Oberdeck mit Blick auf den Löwentinsee redlich verdient! 5. Tag: Wilkassen - Schmidtsdorf - Rhein - Zondern - NIKOLAIKEN Radfahrt ca. 42 km Am Morgen legt die MS CLASSIC LADY ab zu einer Schifffahrt auf der wunderschönen "Fünf-Seen-Route". Von Wilkassen geht die Fahrt über den Löwentinsee vorbei an Rotwalde in den Seitensee. Durch den Kröstensee und den Großen Henselsee erreicht Ihr Schiff Schmidtsdorf (Szymonka). Hier schwingen Sie sich wieder in den Sattel und beginnen Ihre heutige Radfahrt. Die MS CLASSIC LADY setzt unterdessen ihre Fahrt fort. Durch den Schmidtsdorfer Kanal (ca. 1,6 km) geht es in den Schmidtsdorfer See und weiter in den Immenhagener Kanal (ca. 1,3 km). Von dort durch den kleinen Koteksee in den Grünewalder Kanal (ca. 470 m) und quer durch den Taltersee in den Talckikanal (ca. 1 km) und weiter durch das Talter Gewässer nach Süden bis Nikolaiken. Auf Ihrer Radfahrt haben Sie Rhein (Ryn) erreicht. Der kleine Ort mit rund 3.000 Einwohnern liegt sehr schön zwischen dem Ollofsee und dem Rheiner See. 1377 ließ der Deutsche Orden hier die Burg Ryne errichten. Die Ordensburg ist teilweise erhalten und wurde zu einem Hotel umgebaut. Dann geht die Fahrt mit dem Rad weiter in das Dorf Zondern (Sadry),nahe am Notister See gelegen. Die Familie Dickti hat in dem Haus, in dem ihre Vorfahren schon seit 200 Jahren gewohnt haben, in privater Initiative ein Museum eingerichtet, das das bäuerliche Leben in Masuren zeigt. Ihre Radfahrt geht dann weiter zum Talter Gewässer und an seinem Ufer entlang nach Nikolaiken, wo Sie wieder an Bord der MS CLASSIC LADY gehen. 6. Tag: Nikolaiken - Lucknainer See - Popiellnen - PIASKI Radfahrt ca. 33 km Am Morgen können Sie durch Nikolaiken bummeln und auf dem Marktplatz das Denkmal für den Stinthengst sehen. Der König der Fische sorgt der Sage zufolge für den Fischreichtum und damit für die Existenzgrundlage des alten Nikolaiken. Heute lebt Nikolaiken von Touristen und Seglern. Oder Sie unternehmen eine kurze Radfahrt zum Lucknainer See, wo mehr als 1000 schneeweiße Höckerschwäne brüten, die größte Brutkolonie in Polen. Der Lucknainer See ist ein UNESCO Biosphärenreservat. Ihre heutige Radfahrt nach Piaski beginnt ganz bequem mit der Fähre, die Sie über den Nikolaiker See nach Wiersba (später Beldahnsee, heute Wierzba) bringt. Mit dem Rad geht die Fahrt dann weiter in das nahegelegene Popiellnen (später Spirding, heute Popielno). Der Weg führt durch ein Naturschutzgebiet, in dem Sie mit etwas Glück sehr seltene Tiere erspähen können. In Popiellnen gibt es eine zoologische Forschungsstation. Hier züchtet man selten gewordene Tiere wie Wisente und versucht eine Wiederaufzucht von ausgestorbenen Tierarten, wie Tarpan-Wildpferde oder Auerochsen. Außerdem sehen Sie in Popiellnen einige schöne masurische Holzhäuser. Durch dichten Wald führt Ihre Radfahrt nach Süden an das Ufer des Warnoldsee. Über das Dörfchen Rehfelde (Onufryjewo) mit etwa 120 Einwohnern erreichen Sie das alte masurische Dorf Weissuhnen (Wejsuny). Weissuhnen liegt zwischen dem Warnoldsee und dem Weissuhner See. Obwohl das Dörfchen nie mehr als etwa 400 Einwohner hatte, baute man am Anfang des 20. Jhs. eine ziemlich große Kirche, die sich mit ihren roten Ziegelsteinen an die Bauweise des Deutschen Ordens anlehnte. Von Weissuhnen geht Ihre Fahrt noch einmal durch den masurischen Wald in die Bucht von Piaski am Beldahnsee. Nach einer schönen Radfahrt durch Masuren erwartet Sie hier wieder Ihr Schiff. Wer noch Lust und Kondition hat, der kann vorher noch einen Abstecher nach Niedersee machen. 7. Tag: Piaski - Eckertsdorf - Kruttinnen - PIASKI Radfahrt ca. 43 km Die heutige Radfahrt führt zunächst nach Eckertsdorf (Wojnowo). Das kleine Dorf mit heute kaum mehr als 200 Einwohnern wurde im frühen 19. Jh. von Philipponen gegründet, eine Sekte der Altgläubigen, die in Rußland verfolgt wurden und deshalb im Ausland siedelten. In den 1840er Jahren bauten die Philipponen ihre orthodoxe Kirche und gründeten am Ufer des Drusensee ein Philipponen-Kloster. Das Kloster ist seit 1945 verwaist, aber der orthodoxe Friedhof mit typischen Holzkreuzen wird gepflegt. Hier, am nordwestlichen Rand der Johannisburger Heide, schlängelt sich ein besonders schönes Flüßchen durch die masurische Landschaft: Die idyllische, glasklare Kruttinna, deren Uferlandschaft noch ganz ursprünglich ist. Im Fischerdorf Krutinnen (Krutyn) haben Sie Gelegenheit, sich mit einem traditionellen Stocherkahn über die Kruttinna staken zu lassen und dabei die urtümliche Landschaft zu genießen. Für Ihr leibliches Wohl sorgt die Fischertradition in Krutinnen: genießen Sie fangfrischen Fisch bei einem schönen Blick auf die Kruttinna! Über Nickelshorst (Galkowo), wo man im historischen Jagdhof gute masurische Küche genießen kann und Schönfeld (Ladne Pole) geht Ihre Radfahrt zur Schleuse Guzianka, die den Beldahnsee und den Kleinen Guschienensee verbindet, zurück zur MS CLASSIC LADY in der Bucht von Piaski. 8. Tag: Piaski (Masuren) - WARSCHAU Heute endet Ihre erlebnisreiche Rundreise mit Schiff und Rad durch Masuren und Ostpreussen. Leider heißt es Abschied nehmen von den Masurischen Seen und Wäldern. Mit dem Bus fahren Sie zurück nach Warschau (ca. 4 Std.). Von dort individuelle Heimreise. Oder Sie bleiben noch für eine Verlängerungswoche im Radler-Resort "Masurische Seen". Oder Sie legen noch eine zusätzliche Übernachtung ein in Warschau, der glanzvollen Hauptstadt von Polen.
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