4. Tag: Nazca - Panamericana - AREQUIPA
Tagesetappe ca. 600 km
Ein ganzer Tag auf der Panamericana durch die einzige Küstenwüste außerhalb von Afrika. Wechselnde Landschaftseindrücke, spektakuläre Küstenabschnitte und immer wieder herrliche Ausblicke auf den Pazifik lohnen die Fahrt. Sie machen an schönen Stellen verschiedentlich Rast und können sich bei der Mittagspause in einem Badeort im Lokal stärken.
Am Abend erreichen Sie Arequipa.
5. Tag: AREQUIPA: STADTERKUNDUNG
In einem fruchtbaren Tal zwischen Wüste und dem mächtigen Gebirgszug der Anden auf etwa 2.380 m Höhe gelegen, ist Arequipa mit mehr als 840.000 Einwohnern eine der größten Städte in Peru.
Bis zum Meer sind es nur etwa 75 Kilometer Luftlinie, was der Stadt ein ganzjährig angenehmes Klima beschert.
Arequipa wurde 1540 von den Spaniern gegründet. Die koloniale Altstadt mit vielen prächtigen Kirchen und großzügigen Klöstern gehört zu den schönsten Städten von Peru und ist seit 2000 UNESCO-Weltkulturerbe!
Weißer Tuffstein, den die drei umliegenden Vulkane (El Misti 5.822 m, Chachani 6.075 m und Pichu Pichu 5.669 m) herausgeschleudert haben, war das bevorzugte Baumaterial und führte zum Beinamen "Stadt in Weiß".
Auf einer halbtägigen Stadtrundfahrt besuchen Sie die Plaza de Armas, die als einer der schönsten Plätze in Peru gilt. Eine Seite der Plaza nimmt die Kathedrale aus dem 17. Jh. ein.
Ferner besuchen Sie die herrliche Jesuitenkirche Iglesia de la Compania, die 1595 - 1698 erbaut wurde. Die Kirche ist ein beeindruckendes Beispiel für das "peruanische Barock", in dem sich westliche Vorstellungen mit denen der indigenen Ureinwohner mischen. Besonders beeindruckend ist die kleine Seitenkapelle San Ignacio mit reichen Wandmalereien.
Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Perus ist die riesige Klosterstadt Santa Catalina. Um 1580 gegründet, lebten hier reiche Nonnen mit ihren Bediensteten, insgesamt bis zu 1.000 Menschen, in vielfältigen Gebäuden, verbunden durch ein Labyrinth von Gassen und Innenhöfen.
Dieses architektonische Meisterwerk wurde erst 1970 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Nachmittag zur freien Verfügung für weitere Entdeckungen in Arequipa auf eigene Faust.
Picanterias heißen die für Arequipa typischen Restaurants mit frischen Spezialitäten der örtlichen Küche. Probieren Sie sich einfach durch.
6. Tag: Lima - Cuzco - URUBAMBATAL
Tagesetappe ca. 200 km
Transfer zum Flughafen und kurzer Flug von Arequipa über die schneebedeckten Anden nach Cuzco (ca. 1 Std.).
Das Wort Cuzco bedeutet in Quechua "Nabel der Welt", ein treffender Name für die Hauptstadt des Inkareiches (ca. 1200-1533), das in seiner größten Ausdehnung von Ecuador bis Chile reichte, was ungefähr der Entfernung vom Nordkap bis Nordafrika entspricht.
Auf 3.330 m Höhe in dem fruchtbaren Tal des Rio Vilcanota gelegen, ist Cuzco mit rund 320.000 Einwohnern auch heute das indigene Zentrum der Anden. Hier wohnen überwiegend Quechua-Indios, die direkten Nachkommen der Inka.
Mit dem Bus geht Ihre Fahrt weiter in das Urubambatal, das "Heilige Tal" der Inka. Das "Heilige Tal" der Inka gehört zu den Höhepunkten jeder Perureise! Landschaftlich beeindruckend gelegene Ruinen, kleine Dörfer und bunte Indiomärkte erwarten Sie hier. Sehr schön ist der Inkamarkt in Pisac mit einem reichen Angebot an frischem Obst und Gemüse aber auch Souvenirs für Touristen.
Am Nachmittag besichtigen Sie Ollantaytambo (2.792 m), eine der bedeutendsten Ruinen aus der Zeit der Inka. Sie liegen am Ende der Straße, die von Cuzco in das Urubambatal führt. Von hier kommt man nur zu Fuß oder mit dem Zug weiter in das Urubambatal hinab.
Ollantaytambo ist die einzige, im ursprünglichen Zustand erhaltene Stadt der Inka. Aufwendig angelegte Terrassen sichern den Berg und gewaltige Mauern schützen die Stadt.
Trotz seiner strategisch sehr günstigen Lage war Ollantaytambo wohl nicht nur eine militärische Festung sondern auch ein religiöses Zentrum. Dafür spricht u.a. der große Tempelbezirk, der weit oberhalb der Terrassen liegt.
Sie übernachten heute im heiligen Urubambatal.
7. Tag: Urubambatal: Moray - Maras - AGUAS CALIENTES
Tagesetappe ca. 80 km
Ein Ausflug führt Sie weiter in das Heilige Tal nach Moray und Maras.
In Moray haben die Inka kreisrunde Terrassen angelegt, die jedoch nicht nach oben die Berge hinauf führen, sondern bis zu 100 m tief in die Erde hinein!
Jede Terrasse hat ihr eigenes Mikroklima und es wird heute vermutet, daß die Inka hier den Anbau verschiedener Feldfrüchte systematisch erprobt haben. Eine Art riesiges, landwirtschaftliches Laboratorium der Inka!
Anschließend besuchen Sie die Salinen im malerischen Dörfchen Maras. Sie sehen die Technik der Salzgewinnung, die sich seit den Tagen der Inka kaum verändert hat.
Mit dem Zug setzen Sie am späten Nachmittag Ihre Reise fort.
Es erwartet Sie eine wunderschöne Fahrt mit dem Panoramazug durch die fruchtbare Ebene des Urubambatals und entlang des Rio Urubamba. Ständig ändert sich die Landschaft! Ihr Tagesziel ist der Ort Aguas Calientes, direkt zu Füßen des Machu Picchu, wo Sie Ihr Hotel beziehen.
HINWEIS:
Auf der Zugfahrt Ollantaytambo - Aguas Calientes darf nur ein kleines Gepäckstück mitgenommen werden (max. 5 kg). Bitte packen Sie das Nötigste für eine Übernachtung in eine kleine Reisetasche oder Rucksack. Das große Gepäck wird in Ihr Hotel in Cuzco gebracht.
8. Tag: Aguas Calientes - Machu Picchu - CUZCO
Tagesetappe ca. 120 km
Da Sie in Aguas Calientes übernachtet haben, fahren Sie schon am frühen Morgen auf der schmalen Straße durch lange Serpentinen 8 km den steilen Berg hinauf zu den Ruinen (2.360 m).
So erleben Sie Machu Picchu noch vor Ankunft der Züge aus Cuzco und der täglichen Touristeninvasion!
Machu Picchu wurde 1911 von Hiram Bingham wieder entdeckt, der eigentlich die Ruinen von Vilcabamba suchte, die Hochburg des letzten Inka Tupac Amaru. Jedoch ist Machu Picchu unter diesem Namen und am geographisch exakten Ort schon in Landkarten des 19. Jhs. vermerkt, so daß die Existenz von Machu Picchu schon vorher bekannt gewesen sein muß.
Machu Picchu wird oft als Zufluchtsort gesehen, den die Spanier nie entdeckten.
Da es keine historischen Quellen gibt, sind weder der ursprüngliche Name (Machu Picchu bedeutet in Quechua lediglich "Alter Gipfel") noch der Zweck des Ortes bekannt. Entsprechend unterschiedlich sind die Theorien, die die neuere Forschung entwickelt hat:
Einige sehen in Machu Picchu ein religiöses und astronomisches Zentrum, das ab 1420 erbaut und gegen 1520, also noch vor Ankunft der Spanier, aufgegeben wurde. Andere sehen darin eine Siedlung, die zur Zeit des Untergangs des Inkareichs noch im Bau war und nicht mehr fertiggestellt wurde.
Auf jeden Fall erleben und besichtigen Sie die beeindruckende Ruinenstadt, die mit ihrer exponierten Lage auf einem Bergrücken hoch in den Anden zu den großen kulturellen Höhepunkten in Peru und ganz Südamerika gehört.
Seit 1983 ist Machu Picchu UNESCO-Weltkulturerbe. Dem Massenandrang der letzten Jahre halten die empfindlichen Terrassen nicht stand. Deshalb ist die Besucherzahl pro Tag inzwischen begrenzt und es kann jeweils nur ein Teil der weitläufigen Anlage auf festgelegten Wegen besichtigt werden (Dauer ca. 2,5 Std.). Individuelles Besichtigen ist nicht gestattet.
Busfahrt durch die Serpentinen zurück nach Aguas Calientes. Von dort geht die Fahrt mit dem Zug durch das Urubambatal zurück nach Ollantaytambo und weiter mit dem Bus nach Cuzco in Ihr Hotel.
9. Tag: CUZCO: STADTRUNDGANG
Bei einem Stadtrundgang lernen Sie Cuzco kennen. Dank seiner prächtigen Kolonialarchitektur und den Resten genialer Inka-Bauten gehört Cuzco seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein weiterer kultureller Höhepunkt auf Ihrer Rundreise durch Peru.
Nach der Zerstörung im Jahre 1536 errichteten die Spanier auf den mächtigen Fundamenten der Inka-Bauten koloniale Paläste und herrliche Kirchen.
Im Zentrum der Stadt und des ganzen Inka-Reiches liegt die Plaza de Armas mit der mächtigen Kathedrale, einem Schatzhaus kolonialer Kunst und Architektur.
In der Nähe befindet sich die 1622 von Jesuiten gegründete Universität. Auch das Erzbischöfliche Palais ruht auf dem Fundament eines ehemaligen Inka-Palastes, in das ein tonnenschwerer, zwölfeckiger Felsblock mit größter Präzision eingepasst worden ist.
Der Sonnentempel Korikancha war einst der heiligste Tempel der Inka. Die Spanier überbauten ihn mit einer Kirche, so daß wenigstens die immer noch beeindruckenden Fundamente mit perfekt gefugten Steinblöcken erhalten blieben.
Sie besuchen noch das Künstlerviertel San Blas mit kopfsteingepflasterten Gassen und kolonialen Häusern.
Der Nachmittag ist zur freien Verfügung für eigene Entdeckungen in Cuzco.
10. Tag: Cuzco - Andenstrecke - PUNO
Tagesetappe ca. 400 km
Mit dem Bus unternehmen Sie heute eine ganztägige Fahrt durch die Anden von Cuzco nach Puno.
Diese spektakuläre Busfahrt folgt der Straße, die neben der Trasse der Andenbahn gebaut wurde. Das landschaftliche Erlebnis unterscheidet sich nicht von dem, das die Bahnfahrt bietet, aber die Busfahrt erlaubt Ihnen weitere Besichtigungen unterwegs.
Die Fahrt führt Sie durch eine sehr typische Landschaft der Anden, den Altiplano, wo neben Lamas auch deren Verwandte, Vicunas und Alpakas, leben.
Nur wenige Kilometer hinter Cuzco fahren Sie durch das malerische Kolonialdorf Andahuaylillas. Die kleine Jesuitenkirche aus dem 17. Jh. zieht täglich viele Pilger aus teils entlegenen Indiodörfern an.
Die Fahrt führt weiter zum Archäologischen Park von Raqchi. Hier besichtigen Sie die Reste eines Tempels, der dem in den Anden vielerorts verehrten Schöpfergott Viracocha geweiht war.
Der mächtige Bau mit einer Seitenlänge von 92 x 25 m und mit bis zu 20 m hohen, bemalten Ziegelmauern und Säulen aus Vulkangestein beeindruckt auch noch als Ruine.
Sie erreichen den La Raya Paß, mit 4.319 m der höchste Punkt auf dieser Strecke. Der La Raya Paß ist auch die Wasserscheide zwischen dem Titicacasee und dem Pazifik auf der einen Seite und dem Amazonas und Atlantik auf der anderen Seite.
Fahrt in Ihr Hotel in Puno. 1668 gegründet 3.827 Meter über dem Meeresspiegel am blauen Titicacasee, gehörte Puno dank nahegelegener Silberminen einst zu den reichsten Städten in Südamerika.
Heute ist die Stadt mit rund 120.000 Einwohnern vor allem als Tor nach Bolivien von Bedeutung.
11. Tag: Puno - Titicacasee: Copacabana - SONNENINSEL (BOLIVIEN)
Tagesetappe ca. 150 km
Auf der Landstraße am Ufer des Titicacasee entlang geht die Fahrt weiter bis Sie kurz vor Copacabana die Grenze nach Bolivien überqueren.
Copacabana ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte in Südamerika, der auch dem berühmten Strand in Rio de Janeiro seinen Namen gab. Der kleine Ort mit nur etwa 3.000 Einwohnern liegt am Südufer des Titicacasee, überragt von der mächtigen Kathedrale aus dem 16. Jh., in der die Schwarze Madonna, die "Indianer-Jungfrau", verehrt wird.
Sie besuchen die Kathedrale und können die vielen Pilger beobachten, die die Indianer-Jungfrau um Schutz anflehen, Schutz für die Familie oder vielleicht auch nur für das neue Auto.
Dann fahren Sie mit einem Boot über den blauen Titicacasee mit den schneebedeckten Anden im Hintergrund zur Sonneninsel.
Der Titicacasee liegt 3.810 m über dem Meeresspiegel und ist der höchstgelegene, kommerziell schiffbare See der Welt. Mit einer Länge von 194 km und einer durchschnittlichen Breite von 65 km ist er der größte See in Südamerika und etwa 15 Mal größer als der Bodensee.
Er ernährt eine karge Region durch seinen Fischreichtum und eine bescheidene Landwirtschaft, die an seinen Ufern möglich ist. Der Titicacasee gilt als die Urheimat der Kartoffel, die hier auch heute noch angebaut wird.
Der den Inka heilige Titicacasee bildet die natürliche Grenze zwischen Peru und Bolivien.
Auf der Sonneninsel soll der Legende nach der Schöpfergott Viracocha Sonne, Mond und Menschen erschaffen haben. Seine Kinder, Manco Capac und Mama Ocllo, ließ er aus dem Titicacasee emporsteigen und das Inka-Reich gründen. Während der spanischen Eroberung wurde der Überlieferung zufolge alles Inkagold im See versenkt, wo es in seinen Tiefen noch immer ruht.
Sie besuchen die Ruinen des Inkapalasts und gehen dann zu Fuß zu Ihrer Lodge auf der Sonneninsel. Genießen Sie die Ruhe, das tiefe Blau des Titicacasee, die schneebedeckten Berge in der Ferne und in der Nacht einen atemberaubenden Sternenhimmel!
HINWEIS:
Für diese Übernachtung sollten Sie nur kleines Gepäck mitnehmen. Das große Gepäck bleibt im Hotel in Copacabana.
12. Tag: Sonneninsel / Titicacasee - LA PAZ (BOLIVIEN)
Tagesetappe ca. 150 km
Wenn Sie zeitig aufstehen, können Sie einen herrlichen Sonnenaufgang über dem Titicacasee erleben.
Dann bringt das Boot Sie zurück nach Copacabana, von wo aus Sie mit dem Bus über den Altiplano nach La Paz fahren.
13. Tag: LA PAZ: STADTRUNDGANG
Tagesetappe ca. 20 km
Am Vormittag unternehmen Sie einen Rundgang durch La Paz, das mit ganzem Namen "Nuestra Senora de La Paz" (Unsere Liebe Frau des Friedens) heißt.
Mit rund 1,1 Mio. Einwohnern ist La Paz die größte und wirtschaftlich bedeutendste Stadt Boliviens. Hier befindet sich zwar auch der Regierungssitz, aber die offizielle Hauptstadt Boliviens ist Sucre im Tiefland.
Auf jeden Fall ist La Paz die höchstgelegene Großstadt der Welt. Sie erstreckt sich in einem riesigen Talkessel des Rio Chokeyapu am Ostrand des Altiplano von etwa 3.200 m bis auf 4.100 m über Meeresniveau.
1548 gründetet Alonzo de Mendoza die Stadt als Handelsstation auf dem Weg von den Silberminen von Potosi nach Peru. La Paz hat in seiner Altstadt Casco Viejo noch viele gut erhaltene Bauten aus der Kolonialzeit.
Neben dem kolonialen Erbe prägt die indigene Kultur die Stadt, von der Sie besonders auf den vielen offenen Märkten einen guten Eindruck bekommen. Sehenswert ist der "Hexenmarkt", auf dem die traditionellen Wunderheiler ihre Mittel anbieten. In La Paz gibt es einen der größten Indiomärkte in Südamerika. Die verschiedenen Indio-Völker (Indigena) machen mehr als die Hälfte der gesamten Bevölkerung aus; rechnet man die Mischlinge hinzu sind es sogar 85%!
Zum Abschluß dieses erlebnisreichen Tages bringt Sie eine Busfahrt in den verhältnissmäßig tief gelegenen Süden der Stadt, wo sich die schicken Vororte von La Paz befinden. Etwa 10 km südöstlich von La Paz besuchen Sie das Mondtal (Valle de la Luna). Wind und Regen haben in Jahrmillionen aus rötlichem und grauem Gestein eine unwirtliche Mondlandschaft geschaffen, die man gesehen haben muß!
14. Tag: La Paz - UYUNI (SALAR DE UYUNI)
Tagesetappe ca. 220 km
Am frühen Morgen bringt Sie eine Fahrt mit spektakulären Ausblicken auf La Paz den Talkessel hinauf auf den Altiplano auf rund 4.100 m Höhe zur Nachbarstadt El Alto. Hier befindet sich der internationale Flughafen La Paz El Alto. Flug von La Paz nach Uyuni.
Das Wüstenstädtchen Uyuni (ca. 12.000 Einwohner) liegt am Rand des gewaltigen Salar de Uyuni auf einer Höhe von 3.675 m.
Dieser überwältigende Salzsee erstreckt sich auf etwa 160 x 135 km über eine Fläche von knapp 11.000 qkm.
Es ist der größte Salzsee der Welt, atemberaubend ist sein blendendes Weiß. Am fernen Ende der riesigen Weite des Salar de Uyuni erhebt sich der Vulkan Tunupa (5.400 m), ein wahrhaft imposanter Anblick!
Wenn es regnet (November bis März) füllt sich der Salzsee mit Wasser, das in einem unwirklichen Tiefblau leuchtet. In der Regenzeit kann der Salar de Uyuni u.U. nicht oder nur teilweise befahren werden. Das kann zu Programmänderungen führen.
In der Trockenzeit (April bis Oktober) können auch Busse und schwere LKW über die bis zu 30 m dicke Salzschicht fahren, deren Oberfläche dann von magisch anmutenden Fünfecken überzogen ist.
Auf etwa 10 Milliarden Tonnen wird das Salz geschätzt. An vielen Stellen blubbern Salzquellen an die Oberfläche. Sie fahren hinein in die weiße Pracht und über lockeres Salz erreicht Ihr Wagen die Isla Incahuasi, die etwa 80 km von Uyuni im Salar de Uyuni liegt.
Sie ragt etwa 50 m aus dem Salzsee heraus und ist von Hunderten von Kakteen bedeckt. Manche Kakteen sind höher als 7 Meter!
Nach einem Mittagspicknick auf der Isla Incahuasi geht die Fahrt mit dem Geländewagen durch den Salzsee nach Colchani, an der Südwestecke des Salar de Uyuni. Hier sehen Sie, wie man das Salz aus dem Salar zu kleinen Haufen aufschüttet, um es von der Sonne trocknen zu lassen.
Die Nacht verbringen Sie in einem ganz besonderen Hotel. Das "Salzhotel" ist ganz aus Salzblöcken erbaut! Aus etwa 1 Mio. Salzblöcken wurden Decken, Wände und Böden gebaut aber auch Betten, Tische und Stühle. Es dürfte das einzige Hotel in der Welt sein, in deren Hausordnung steht: "An den Wänden lecken verboten!".
Bei Sonnenuntergang haben Sie einen herrlichen Blick auf den Salar de Uyuni.
15. Tag: Uyuni - Salzroute: SÜDLICHER ALTIPLANO
Tagesetappe ca. 400 km
Eine Erlebnisfahrt im Geländewagen durch einsame Landschaften des Altiplano, teils surreal schön, teils majestätisch auftrumpfend, steht heute auf dem Programm Ihrer Rundreise!
Rund 25.000 Tonnen Salz werden jährlich aus dem Salar de Uyuni gewonnen und u.a. auf der Salzroute nach Süden nach Argentinien und Chile gebracht.
Auf den Pisten der Salzroute beginnt am frühen Morgen Ihre spektakuläre Fahrt mit dem Geländewagen durch den Altiplano in Bolivien nach Südwesten in Richtung chilenischer Grenze.
Die Reise geht durch das Departamento Potosi, das im Westen an Chile und im Süden an Argentinien grenzt. Es hat etwa ein Drittel der Fläche von Deutschland aber nur wenig mehr als 700.000 Einwohner.
Die Landschaft ist trocken (weniger als 100 mm Niederschlag im Jahr), bergig, einsam -- und einfach grandios!
Hier leben viele Indios, die Quechua sprechen. Ihre kleinen Dörfchen haben oft keinen Strom und kein fließendes Wasser. Obwohl die Gegend "gottverlassen" zu sein scheint, haben die Dörfchen interessante, alte kleine Kirchen.
Mit dem Geländewagen geht die Fahrt am Salar de Chiguana entlang auf die Grenze zu Chile zu. Gleich hinter der Grenze erhebt sich der Vulkan Ollagüe (5.869 m). Vor der Grenze biegt die Piste nach Süden ab und folgt der chilenischen Grenze.
Die surreal schöne Landschaft wird noch einsamer. Nach einigen Kilometern sehen Sie die Laguna Hedionda auf 4.121 m Höhe. Sie ist rund 220 km von Uyuni entfernt und liegt etwa auf halbem Weg zur Atacamawüste.
Das blaue Wasser der Lagune ist stark salzhaltig und enthält auch Schwefel, was man riechen kann. Aber die Lagune ist ein Eldorado für viele Wasservögel, darunter Scharen von rosa Flamingos.
Über das Hochplateau, das mehr als 4.000 m über dem Meeresspiegel liegt, geht die Fahrt im Geländewagen weiter Richtung Süden.
Die Landschaft ist überwältigend:
Vor Ihnen liegen weite karge Ebenen, durchzogen von kleineren Seen und Salzseen und zu Ihrer Rechten erheben sich mächtige Berge und Vulkane entlang der Grenze zu Chile: Vulkan Ollagüe (5.869 m), Vulkan Araral (5.680 m), Vulkan del Inca (5.624 m), Vulkan Apagado (5.703 m), Vulkan Tatio (5.314 m), Vulkan Putana (5.890 m) und ganz im Süden der majestätische Vulkan Licancabur (5.916 m).
Es ist eine surrealistische anmutende Wüstenlandschaft mit bizarr geformten Felsen und Steinen, in der die Zeit stillzustehen scheint. Man fühlt sich an Bilder von Salvador Dali erinnert.
Unterwegs sehen Sie den Sieben-Farben-Berg und den Arbol de Piedra (Baum aus Stein), einen einzelnen Stein, vom Wind zu einem bizarren "Baum" geformt. Dali hätte es nicht besser malen können!
Hier, in the "middle of nowhere" liegt Ihre einfache Unterkunft für diese Nacht.
Genießen Sie in dieser Stille den Sonnenuntergang und einen klaren Sternenhimmel, wie Sie ihn vielleicht noch nie gesehen haben!
16. Tag: Laguna Colorada - Laguna Verde - SAN PEDRO DE ATACAMA (CHILE)
Tagesetappe ca. 210 km
Inmitten dieser stillen, unwirklichen Traumlandschaft erscheint vor Ihnen -- ein roter See! Die Laguna Colorada (Rote Lagune, 4.278 m üdM) ist ein etwa 60 qkm großer See, den Algen und Mineralstoffe rot färben. Je nach Sonnenstand zeigen sich alle Rottöne vom zarten Rosa bis zum tiefen Blutrot. Am See können Sie viele Flamingos beobachten.
Weiter geht die Fahrt im Geländewagen auf der Piste nach Süden durch eine eindrucksvolle Bergwelt in ein Gebiet von intensiver vulkanischer Aktivität.
Etwa 35 km südlich der Laguna Colorada sehen Sie die giftgrünen und schwefelgelben, blubbernden Geysire von Sol de Manana (Morgensonne, 4.850 m üdM), deren Dämpfe bis zu 50 m hoch emporschießen. Wenige Kilometer weiter liegen die Thermalquellen der Laguna Chalviri, wo Sie sich etwas erholen können.
Dann geht Ihre Fahrt durch eine staubige Wüste, in der jemand einzelne Felsen verteilt haben muß. Diese surrealistische Landschaft hat den bezeichnenden Namen "Valle del Dali".
Schließlich taucht vor Ihnen der schneebedeckte Gipfel des Vulkans Licancabur auf, mit fast 6.000 m Höhe einer der höchsten Vulkane in den Anden, den die Inka als heiligen Berg verehrten.
Zu Füßen dieses mächtigen Bergs liegt - wie könnte es in dieser Zauberlandschaft anders sein - diesmal ein grüner See! Die Laguna Verde (Grüne Lagune, ca. 4.300 m üdM) ist ein weiteres Naturwunder des Altiplano von Bolivien. Am frühen Nachmittag schimmert das Wasser in einem überirdisch schönen Smaragdgrün.
Nach kurzer Fahrt erreicht Ihr Geländewagen den Grenzort Hito Cajon, wo Sie Bolivien verlassen und nach Chile einreisen. Südlich geht die Fahrt am Vulkan Licancabur vorbei und vom Altiplano hinab in die Atacamawüste zum Ziel Ihrer Fahrt: San Pedro de Atacama.
Auf Ihrem Weg dorthin statten Sie vorher noch dem Valle de la Luna (Mondtal) einen Besuch ab.
In dieser spektakulären Wüstenlandschaft gibt es Farben in vielen Schattierungen: violet, orange, rot, ocker. Über die Wüste geht der Blick in die Ferne zu der Kette von schneebedeckten Vulkanen am Horizont.
Herausragend ist der gleichmäßige Kegel des Vulkans Licancabur. Im Licht der untergehenden Sonne erstrahlt das Mondtal in überirdischer Schönheit in leuchtenden Farbschattierungen.
HINWEIS:
Im Grenzgebiet in Chile können besonders zwischen Juni und August u.U. Schneestürme ausbrechen, die eine Routenänderung erforderlich machen können.
17. Tag: ATACAMAWÜSTE: SALAR DE ATACAMA - SOCAIRE SCHLUCHT
Tagesetappe ca. 180 km
San Pedro de Atacama (ca. 1.000 Einwohner) liegt 2.440 Meter über dem Meeresspiegel in einer grünen Oase mitten in der Atacamawüste an der einstigen Inkastraße von Cuzco nach Mittelchile.
Die kleine Kirche wurde 1744 von den spanischen Eroberern erbaut und gehört zu den ältesten Kirchen in Chile. Sie wurde nur mit dem Material gebaut, das diese karge Gegend hergibt:
Die Wände aus Lehmziegel, in der heißen Wüstenluft von der Sonne getrocknet und der Dachstuhl aus dem Holz von Kakteen. So ist die schlichte kleine Kirche auch ein schönes Beispiel für die Bauweise in der Atacamawüste.
Heute steht eine Fahrt in die Umgebung von San Pedro de Atacama auf dem Programm. Die Atacamawüste zählt zu den landschaftlich eindrucksvollsten Gebieten unserer Erde!
Das überwältigende Landschaftserlebnis wird noch gesteigert durch die Anden, die mit ihren schneebedeckten Vulkangipfeln einen majestätischen Hintergrund bilden.
Südlich von San Pedro liegt der der Salar de Atacama, ein etwa 3.000 qkm großer Salzsee. So trocken, heiß und lebensfeindlich die Landschaft auch aussehen mag, Schwärme von rosa Flamingos fühlen sich hier sehr wohl!
Im seichten Wasser des Salzsees finden sie reichlich Nahrung. Hoffentlich bleibt das so, werden doch im Untergrund reiche Bodenschätze vermutet.
Ferner besuchen Sie die benachbarten Bergseen Laguna Miscanti und die kleinere Laguna Meniques auf rund 4.100 m Höhe, überragt von den jeweils gleichnamigen Vulkanen. Die Seen gehören zum Nationalreservat Los Flamencos.
Mit einer kleinen Wanderung durch die Socaire Schlucht endet das Programm für heute.
18. Tag: San Pedro de Atacama - Tatio-Geysire - SANTIAGO DE CHILE
Tagesetappe ca. 275 km
Im frühen Morgengrauen, gegen 4 Uhr, brechen Sie auf, um ein gewaltiges Naturschauspiel zu erleben. Etwa 90 km sind es bis zu den mehr als 100 Geysiren von El Tatio, den höchstgelegenen Geysiren der Welt auf fast 4.500 m Höhe.
Jeden Morgen steigen mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen zischende Wasserdampf-Fontänen auf. Kochend heiße Gischt schießt aus der gefrorenen Erde hoch in die klare Andenluft und bietet einen atemberaubenden Anblick. (Achten Sie auf Ihre Schritte, den die Wege sind nicht immer optimal gesichert.)
Hier oben leben auch die scheuen Vicunas, deren weiche Wolle sehr gefragt ist. Mit etwas Glück können Sie vielleicht einige Tiere erspähen.
Fahrt zum Flughafen von Calama (ca. 1,5 Std.).
Einige Kilometer westlich von San Pedro de Atacama führt die Straße durch den langen, schmalen Gebirgszug der Cordillera de la Sal.
Von der Straße haben Sie einen herrlichen Ausblick auf das etwa 125 km lange und bis zu 10 km breite "Salzgebirge", das sich bis zu 300 m hoch über die umliegende Ebene des Salar de Atacama erhebt.
Flug von Calama nach Santiago de Chile. Begrüßung durch die deutschsprechende Reiseleitung und Fahrt zu Ihrem Hotel direkt in Santiago de Chile.
Abend zur freien Verfügung. Besuchen Sie z.B. ein Restaurant im chicken Viertel Lastarria.
19. Tag: SANTIAGO DE CHILE: STADTRUNDFAHRT
Trotz seiner 6 Millionen Einwohner macht Santiago einen überschaubaren Eindruck. Die Hauptstadt von Chile wirkt eigentlich nicht typisch südamerikanisch, sondern ist kulturell und architektonisch eher an Europa angelehnt.
Am Vormittag lernen Sie Santiago de Chile auf einer Stadtrundfahrt kennen.
Die Stadt liegt in einem großen Talkessel am Rio Mapocho auf etwa 520 m Höhe. Im Osten erstrecken sich die Anden, die hier bis zu 5.000 m hoch sind und einen spektakulären Hintergrund zu der Skyline der Stadt bilden.
1541 vom Konquistador Pedro de Valdivia gegründet, erhielt Santiago seinen Namen zu Ehren des Heiligen Santiago de Compostela.
Von dem kolonialen Erbe ist in der Stadt nicht viel geblieben. Einerseits haben Erdbeben immer wieder Teile der Stadt zerstört. Andererseits nahm Santiago mit der Unabhängigkeit Chiles von Spanien im Jahre 1818 einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, in dessen Folge viele Bauten und ganze Stadtviertel neu entstanden.
Sie besuchen die Kirche San Francisco, die 1586 erbaut wurde und als einer der wenigen Zeugen des spanischen kolonialen Erbes die Zeiten überdauert hat.
An der Plaza de Armas, dem Hauptplatz im alten Santiago, besuchen Sie die Kathedrale von 1745.
Auf der Hauptstraße "Alameda" geht Ihre Stadtrundfahrt dann weiter vorbei am Präsidentenpalast, dessen Name "La Moneda" daran erinnert, daß in diesem Gebäude einst die staatliche Münzanstalt von Chile untergebracht war, weiter zur Universität, der Nationalbibliothek und schließlich zum kleinen Hügel Cerro Santa Lucia, wo Santiago im Jahre 1541 gegründet wurde.
Stark an Europa erinnern die Stadtviertel Barrio Paris & Londres und Barrio Concha y Toro mit vielen Bauten aus der Wende vom 19. zum 20. Jh.
Zum Schluß überqueren Sie den Rio Mapocho und fahren mit der Seilbahn hinauf zum Hügel San Cristobal im Norden der Stadt. Etwa 300 m über der Stadt bietet sich Ihnen ein herrlicher Rundblick über Santiago de Chile mit den mächtigen Anden im Hintergrund.
Rest des Tages zur freien Verfügung.
Bei einem gemeinsamen Abendessen in einem landestypischen Restaurant können Sie sich mit Ihren Mitreisenden über Ihre Reiseeindrücke austauschen und Abschied nehmen von Südamerika mit der großartigen Landschaft der Anden und des Altiplano und den Denkmälern der indigenen Kultur.
20. Tag: RÜCKFLUG: Santiago de Chile - ABFLUGSORT
Heute endet Ihre große Rundreise durch Südamerika.
Transfer vom Hotel zum Flughafen. Rückflug in die Heimat.
21. Tag: ANKUNFT AM ABFLUGSORT